Die Gaststube als Theaterbühne

Das Gaststubentheater Gößnitz tingelt mit einem neuen Stück durch die steirischen Gaststuben.

Vor einigen Jahren haben sich in Gößnitz (Maria Lankowitz) theaterbegeisterte Laienschauspieler zusammengefunden, um in den unterschiedlichsten Genres Werke zu suchen, die mit einfachen Mitteln und ohne großen Aufwand in jedem Gasthaussaal oder in Kaffeehäusern spielbar sind. Nach dem großen Erfolg mit Peter Roseggers „Erdsegen“ vor zwei Jahren, wagt man sich heuer in den Wilden Westen – mit Pferden, Colts und unbestechlichen Helden. Das Stück trägt den vielversprechenden Titel „Die Glorreichen Sieben“, bei dem sich die Mitglieder des Gaststubentheaters die Frage stellen: „Welche Bedrohungen machen damals wie heute mutige Taten erforderlich?“. Warum man mit so einem Stück in ein einfaches Landgasthaus geht, erklärt Andreas Schmidt: „Wir wollen mit einfachen Mitteln bei den Zuschauern, die auf beiden Seiten der Spielfläche sitzen, große Wirkung erzeugen. Auf Augenhöhe mit den Helden, Banditen und Bürgern werden abenteuerliche Szenen gespielt, die das Publikum die Höhen und Tiefen eines Dorfes im Wilden Westen erleben lassen.“ Dieses Jahr wird die Theatergruppe von Schülern der HLW Köflach verstärkt, die damit ihr Maturaprojekt „Von der Idee zur Aufführung“ absolvieren. „Wir erarbeiten das Stück gemeinsam mit dem Regisseur, wodurch wir in alle Entscheidungen eingebunden sind.“, berichtet Peter Roll, Schüler der HLW Köflach. Mehr Informationen zum Gaststubentheater: www.gaststubentheater.at

AutorInnen: Theresa Maier, Bernd Prettenthaler / Eva Heizmann, Monika Primas (Volkskultur Steiermark GmbH)

2019-09-10T10:14:43+01:0025.04.2019|Brauchtum, Geschichten, Volkskultur Steiermark|