Von Pumuckl zum Zitherspiel

Der Klang der Zither gewinnt wider an Beliebtheit. Johannes Rohrer bringt die Saiten seines Lieblingsinstruments zum Klingen.

Der bayerische Erzherzog Max und seine Tochter, die spätere Kaiserin Sissi, spielten bereits die Zither, was uns nicht zuletzt durch die „Sissi-Filme“ bekannt ist. Doch waren es nicht diese beliebten Verfilmungen, die Johannes Rohrer zu seiner großen Leidenschaft führten, sondern der Fernsehheld „Pumuckl“. „Wenn die Titelmusik von Pumuckl losging und die Kamera in die Werkstatt von Meister Eder schwenkte, faszinierte mich jedes Mal der kurze Klang der Zither. Und ich sehe und höre mir diese Szene noch heute gerne an“, so der Lehrer für Zither am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium über die prägenden Momente seiner Kindheit. Bereits im Volksschulalter begann Johannes Rohrer das Zitherspiel zu erlernen und er spielt heute – neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer – in mehreren bekannten Musikgruppen wie „3-fach zithrig“, „Flachgauer Dreiklang“ oder „Brennhof Musi“.

Sowohl in der Volksmusik als auch im Jazz gewinnt der Klang der Zither nun wieder an Beliebtheit. Die Blütezeit der Zither lag im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden etliche „Zither-Vereine“ gegründet, wie beispielsweise auch der heute noch bestehende „Erste Grazer Zitherverein“ von 1876, dessen musikalische Leitung Rohrer innehat.

AutorInnen: Theresa Maier, Bernd Prettenthaler / Eva Heizmann, Monika Primas (Volkskultur Steiermark GmbH)

2019-09-10T10:16:16+01:0013.03.2019|Allgemein, Geschichten, Steirisches Volksliedwerk, Volksmusik|