Mir geht der Knopf auf…

Das Herstellen von Zwirnknöpfen erlebt heute durch die vielfältige Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeit eine Renaissance.

Jeder kennt sie, die kleinen weißen Zwirnknöpfe an Omas Bettwäsche, Ringerl, die mit weißem Garn überzogen sind. Maria Pachler, eine Quereinsteigerin im Zwirnknopfmetier, hat sich dieser Handwerkstechnik angenommen und verbringt ihre ganze Freizeit mit der Herstellung von kunstvollen Zwirnknöpfen. Die meisten von ihnen sind Unikate und zieren Dirndln, Blusen, Jacken, Schals, Taschen und vieles mehr. In kunstvoller Ausfertigung kann man sie auch als Halsketten, Armbänder und Broschen, kombiniert zu Tracht, aber auch sportlichen Outfits tragen. „Es ist für mich ein unglaubliches Vergnügen mit Mustern und Farben zu spielen und dabei wunderschöne Knöpfe zu kreieren“, erzählt Frau Pachler voller Stolz. Als Materialien dienen Aluringe, reißfestes Baumwollgarn und feine Knopflochseide. Zuerst wird eine bestimmte Anzahl von Fäden um den Ring gewickelt. Danach kann man bunte Garne beilegen und verschiedene Muster einweben und so den Knopf geschmackvoll ausgestalten. Ein „Kreuzerl“ bildet den zentralen Mittelpunkt des Knopfes und sichert die Wicklungen, damit sie nicht verrutschen. Auf ihrer Facebookseite „Zwirnknopfstub‘n Maria Pachler“ lädt die Künstlerin zu einer Reise in die bunte Welt der Knöpfe ein.  Zusätzlich bietet Frau Pachler Workshops an und will mit ihrem Wissen zum Erhalt der alten Handwerkstechnik beitragen.

AutorInnen: Theresa Maier, Bernd Prettenthaler / Eva Heizmann, Monika Primas (Volkskultur Steiermark GmbH)

Maria Pachler beim Fertigen von Zwirnknöpfen.
2019-09-10T10:14:06+01:0025.04.2019|Allgemein, Geschichten, Handwerk, Volkskultur Steiermark|